Die 1880 komponierte Streicherserenade wurde am 30. Oktober 1881 in St. Petersburg zum ersten Mal öffentlich aufgeführt. Begeistert wurde sie von der Presse besprochen, und sie erfreute sich sofort grosser Beliebtheit. Der erste Satz beginnt mit einer Intrada, die wie ein feierlicher Hymnus klingt. Tschaikowsky gestand, dass dieser Satz bewusst eine Nachahmung von Mozarts Stil sei. Der elegante Walzer klingt geradezu wie eine Aufforderung zum Tanz - nicht erstaunlich, dass viele Choreographen diesen Satz als Ballettmusik verwenden. Den Rahmen des dritten Satzes, eine Elégie, bildet ein Choral. Im Zentrum steht eine ausdrucksvolle Kantilene, zunächst in den Violinen, dann als Dialog zwischen hohen und tiefen Streichern. Dem Finale mit dem zusatz Tema russo liegen zwei russische Volkslieder zugrunde, ein Reigen als langsame Einleitung und ein Tanz als Variationsthema.